Ein schöner Rahmen für Kinderkunst – #IKEAhack DIY Wechselrahmen

Ab dem Zeitpunkt, wenn die Kleinen einen Stift halten können werden Unmengen an Kunstwerken produziert. In der Kinderkrippe war die Anzahl bei uns am Höchststand. Irgendwann, so Mitte der Kindergartenzeit, war dann erkennbar, dass unsere Mädels deutlich länger an einem Werk gearbeitet haben. So ist dann auch die Anzahl gesunken. Die Menge an Kunstwerken, manchmal auch Kunstobjekten, die im Laufe eines Kleinkindlebens entstehen, bleibt aber gigantisch.

Kinderzeichnungen sind oft auch sehr wertvolle und bedeutungsvolle Werke. Für die Kinder selbst, aber auch für uns Eltern. Sie reflektieren die Entwicklung und den kreativen Ausdruck der Kinder. Aber was macht man jetzt damit. Man kann ja schwer die ganze Fülle aufbewahren. Wenn Du ein wenig im Internet unterwegs bist, findest Du immer wieder Tipps zu diesem Thema. Ich hab hier mal einige Ideen zusammen gefasst.

5 Ideen was Du mit Kinderkunst machen kannst

Aufbewahren


Du kannst die Zeichnungen aufbewahren und sie als Erinnerungsstücke behalten. Je nachdem wie viele Du aufheben möchtest und wie groß die Kunstwerke sind, kannst Du eine Kiste, einen Ordner oder auch eine Mappe aus dem Künstlerbedarf verwenden.

Digitalisierung


Wenn der Platz begrenzt ist oder Du die Zeichnungen einfach nicht physisch aufbewahren möchtest, kannst Du sie auch fotografieren oder scannen um eine digitale Kopie zu erstellen.

Recycling


Du kannst die Zeichnungen auch als Basis für „Kunstprojekte“ verwenden. Du oder Dein Kind können aus mehreren Zeichnungen eine Collage erstellen oder die Zeichnungen als Inspiration für gemeinsame Bastelarbeiten verwenden.

Verschenken


Kinderzeichnungen können auch gut direkt als Geschenke dienen. Oder als Glückwunsch-Billett, Brief- oder Geschenkpapier umfunktioniert werden. Verwandet oder Freunde freuen sich bestimmt über ein individuelles verpacktes Geschenk.

Aufhängen


Natürlich kannst Du eine Auswahl der interessantesten oder bedeutendsten Zeichnungen auch rahmen und aufhängen.

Es ist wichtig zu bedenken, dass nicht jede Zeichnung aufbewahrt werden muss. Du kannst mit Deinem Kind gemeinsam entscheiden, welche Zeichnungen besonders wichtig sind und welche aufbewahrt werden sollen. Während Ihr das entscheidet ist es auch schön darüber zu sprechen. Ermutige Dein Kind, über die Kunstwerke zu erzählen. An was hat es dabei gedacht? Was hat es dabei gefühlt? Das kann Dir dabei helfen, Einblick in die Welt Deines Kindes zu bekommen. Gleichzeitig förderst Du seine Kreativität und ermutigst es weiterhin seine künstlerischen Fähigkeiten zu entwickeln.

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Was ist meine Erfahrung? Was funktioniert bei uns?

Unsere drei Mädchen, sind alle mehr (oder weniger) kreativ tätig sind. Das weniger beziehe ich vor allem auf die Große. Sie fertigt mit Ihren mittlerweile elf Jahren, nur noch wenige, dafür ausgewählte Zeichnungen oder Collagen. Das liegt aber sicherlich auch daran, dass sie aktuell mehr in der Musik und im Tanz, als in der Welt der bildnerischen Künste, zuhause ist. Von den beiden Jüngeren bekommen war aber sowohl aus der Schule noch immer sehr viel, teils tolle Zeichnungen. Und auch zuhause sitzen sie immer wieder am Tisch und Basteln und Zeichnen.

Viele Resultat erscheinen für uns oft nicht als sehr wertvoll. Für die Kinder steckte aber oft ein einem einfache Blatt Papier mit ein paar wenigen Strichen darauf sehr viel Bedeutung. So lange alle drei in einem Kinderzimmer wohnten, hatten wir extra eine RAST-Kommode von IKEA. Die war für uns optimal, denn sie hat drei Laden und es passt ein A3 Bogen hinein. Also auch die ganz großen Kunstwerke konnten ohne Knicken aufbewahrt werden.

Die Kinder konnten in diesen Laden ihre fertigen Kunstwerke legen und aufbewahren. Sie wussten aber, das sie jeweils nur diese eine Lade haben. Dass sie also, wenn sie voll ist, aussortieren müssen. Sie haben daher auch nicht alles dort verwahrt. Und dann haben wir, meist hat einmal im Jahr gereicht, uns gemeinsam diese Lade vorgenommen. Wir haben jedes einzelne Kunstwerk angesehen. Die Entscheidung was passiert, haben aber jeweils unserer Mädels getroffen.

Da hieß es dann …

  • „das brauche ich noch“ … also zurück in die Lade => interessanterweise gab es tatsächlich einige Blätter die so über Jahre in der Lade geblieben sind, bevor es schlussendlich hieß
  • „das brauch ich nicht mehr, das kannst du wegschmeißen“ und
  • „das schenke ich … (Oma, Opa, meiner Schwester …, Papa, Dir, …)“ war die dritte Variante.

Ein paar besondere Zeichnungen, die eben genau Meilensteine in der Entwicklung festhielten, habe ich mir manchmal aber auch erschlichen. Nachdem ich mein aufrichtiges Interesse und die Schönheit des Kunstwerkes bekräftigt und öfter wiederholt habe, konnte ich oft den Satz „das schenk ich dir Mama“ hören. Allerdings hat es auch nicht immer geklappt. Manche Zeichnungen waren den Mädels selbst soviel Wert, dass sie sich nicht davon trennen wollten.

Für dies besonderen Bilder habe ich drei Plätze.

Eine Zeichenmappe zum Auffrischen der Erinnerungen

Für diese besonderen Bilder, habe ich für jede meiner drei Mädels eine große Zeichenmappe im Künstlerbedarf gekauft. Davon gibt es viele verschiedene Modelle. Ich habe mich für eine einfach, beige Mappe entschieden. Die durften meine Mädchen dann auch selbst gestalten. So ist jede Mappe an sich schon ein Unikat und ich erkenne auch von außen, wem sie gehört.

Bei den Zeichnungen die ich in der Mappe aufbewahre, notier ich auf der Rückseite jeweils das Entstehungsdatum und auch den Namen der Künstlerin. Generell versuche ich, wirklich nur besondere Zeichnungen oder Malereien aufzubewahren, sodass es keine riesige, sondern eine ausgewählte Sammlung wird.

Eine Bild, gerahmt an unserer Gallery Wall für eine langfristige Erinnerung

Im Esszimmer haben wir eine Galeriewand. Dort hängen bunt gemischt Bilder von Freunden und Familie, von mir und auch Texte. Die Sammlung hat einen gemeinsamen Nenner, und der ist Farbigkeit. Ich liebe Farben generell und habe sie auch in unserem Umfeld gerne um uns. Irgendwann hat unsere Ältere die Zeichnung einer Eule aus der Schule mit Heim gebracht.

Sie wurde damit nicht fertig und dennoch, oder vielleicht genau deshalb, war ich total begeistert davon. Und so hat diese Eule auch ihren Weg an unsere Gallery Wall gefunden. Mittlerweile hängt auch von unseren beiden anderen Mädels jeweils ein Bild. Auch wieder weil sie für mich unglaublich gut in diese bunte Zusammenstellung passen.

Ein DIY-Wechselrahmen für aktuelle Erinnerungen

Den üblichen Platz am Kühlschrank oder an einer Schrankwand, um laufen neue Bilder aufzuhängen, gibt es bei uns nicht. Bei drei kreativen Köpfen, wäre wohl auch blad kein Platz mehr. Stattdessen, habe ich mich entschieden, jedem der Mädchen einen DIY-Wechselrahmen zu bauen. Dieser Rahmen ist im Format A3 und kann mittels einem Scharnier und Magnet leicht und schnell geöffnet und geschlossen werden.

Manchmal stelle ich ein Bild dort aus. Manchmal auch mehrere Kleinere. Und manchmal kommen die Mädels auch von selbst und möchten ein bestimmtes Bild in den Rahmen geben.

Ich finde diese DIY-Wechselrahmen unglaublich praktisch und habe Dir unten ein paar Fotos gemacht. Dort kannst Du nachlesen wie ich sie gemacht habe.

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Wie baust Du einen DIY-Wechselrahmen

Material für einen Wechselrahmen

  • 2 Bilderrahmen
  • Scharnier
  • quadratische Magnete (sowas wie die hier)
  • Papier, Stift, Farbe
  • Buchbindefolie
  • Flüssigkleber und/oder Heißkleber

Zum Befestigen der Bilder eignet sich Kleberknete.

Als Basis brauchst Du zwei Bilderrahmen aus Holz. Ich habe mich für einfache schwarze Rahmen von IKEA entschieden, solch die statt Glas eine Kunststofffolie haben. Normalerweise finde ich Glas schöner. Hier ging es mir aber um das Gewicht. Wenn Du einen Glasrahmen verwenden möchtest empfehle ich Dir auf jeden Fall zwei Scharniere anzubringen.

Als erstes habe ich bei einem Rahmen die Folie entfernt und nur die Kartonrückwand im Rahmen fixiert.

Beim zweiten Rahmen schneidest Du aus dem Karton ein Passepartout zu. Ich habe mich für ein ganz dünnes Passepartout entschieden und den Karton daher auch einfach so belassen wie er ist. Wenn Du Dich aber für einen breiteren Rahmen entscheidest, könntest Du den Karton auch farbig gestalten. Jetzt legst Du die Folie in den Rahmen, Dein Passepartout drauf und klemmst beides fest. Das Passepartout stabilisiert die dünne Folie im Rahmen, die sonst Wellen machen und vermutlich auch gelegentlich rausrutschen würde.

Im nächsten Schritt bringst Du an beiden Rahmen an einer Seite das Scharnier an. Und auf der gegenüberliegenden Seite die Magnete. Ich habe dafür Heißkleber verwendet. Damit geht es am schnellsten 😉

Wir haben die Rahmen eine zeitlang gleich so verwendet. Allerdings hat sich immer wieder die Kleberknete mit der Kartonrückwand verbunden und unschöne Abrisse verursacht.

Also habe ich letztes Wochenende – endliche einmal Zeit gefunden und – einen glatten Hintergrund hinzugefügt.

Dafür habe ich einfach einen großen weißen Bogen halbseitig mit einem schwarzen Muster verziert und das Papier dann mit Buchbindefolie foliert. Du könntest natürlich auch einfach einfarbiges Papier nehmen oder ein schönes Geschenkpapier. Und auch einen tollen Stoff kann ich mir gut vorstellen.

Die glatte Rückwand kannst Du mit Flüssigkleber einfach auf den Karton kleben.

Auf der glatten Oberfläche lässt sich die Kleberknete jetzt super gut anbringen und wieder lösen. Ich finde die Rahmen ziehen durch die einfachen, unterschiedlichen, aber doch zusammen passenden Muster jetzt noch mehr die Blicke an sich. Als mein Mann sie das erste Mal nach dem update sah, hat er jedenfalls gleich mal gesagt „Oh, tolle Bilder“. Dabei war nur eines neu 🙂

Was machst Du mit Kinderkunstwerken?
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