Ein bisschen Ibiza für unser Zuhause

Wir haben mit unserem Haus auch einen kleinen Pool mit gekauft. Ein kleiner, ovaler Stahlwannenpool, wie er in vielen Gärten zu finden ist. Die Vorbesitzer haben ihn, aufgrund der Hanglage unseres Grundstückes, auf der einen Seite fast ganz eingegraben und auf der anderen halb über das Erdniveau überstehen lassen. Rundherum haben sie aufgeschüttet und Steinplatten verlegt. Nicht sehr professionell, daher sanken die Platten teils ein und alles war schon sehr uneben. Relativ bald nach unserem Einzug haben wir bis auf den Pool alles entfernt und mein Mann hat ein schönes Pooldeck aus Holz. An der langen Südseite grenzt das Deck an die Hecke des Nachbargrundstücks und auf beiden Schmalseiten haben wir je ein Pflanzbeet aus Holz angebaut. Nicht nur, weil ich nicht genug von Pflanzen im Garten bekommen kann, sondern auch um ein wenig Sichtschutz zu bekommen. Die Vorbesitzer hatten an der einen Schmalseite, ostseitig, zwei Holzsichtschutzwände aufgestellt, da sich dort relativ nah am Pool die Einfahrt und der Wendeplatz der Garage des Nachbargrundstücks befindet. Wir wollten aber keine massive Wand mitten im Garten, daher habe wir das ostseitige Pflanzbeet mit höher wachsenden Stauden und Gräsern bepflanzt. Naturgemäß brauchen die jedes Jahre eine gewisse Zeit bis sie ihre Größe erreichen, dann sieht es aber sehr natürlich aus und bietet das bisschen Privatsphäre, das wir uns wünschen.

Letzte Jahr, als wir aufgrund des Covid 19 Lockdowns im Frühling ständig zuhause waren, war mir das aber zu langsam. Der Frühsommer ist bei uns meist schon sehr heiß ist und ich ich habe den Pool entsprechend oft genutzt. Da fühlte ich mich dann doch immer wieder gestört, wenn die Nachbarsgarage auf- und zu ging, Autos kamen und fuhren. Mein natürlicher Sichtschutz war damals noch nicht mal einen halben Meter hoch. An einem Wochenende kam mir dann die Idee die alten Insektenschutznetzte der Kinderbetten, die ebenfalls seit diesem Frühjahr nicht mehr benötigt wurden, weil wir auf ein Gitter im Fenster umgestiegen sind, dort zu verwenden. Noch im Bikini habe ich sie geholt und mit Hilfe von Gartenbambusstangen, die ich in das Beet steckte, drapiert. Dieser leicht transparente Sichtschutz war für meine Bedürfnis absolut ausreichend, es sah nett aus und brachte ein wenig Strandfeeling auf unser Pooldeck. Also habe ich beschlossen, die Vorjahresimprovisation zu wiederholen und mit weiterer “Stranddeko” aufzupeppen.

Los ging´s mit den Bambusstangen, die ich in Brusthöhe mit einem alten Kletterseil verbunden habe. Dort können wir jetzt auch die nassen Schwimmsachen aufhängen. Damit die Bambusstange unter der Last der klatschnassen Bikinis nicht zusammenkippen, habe ich sie links und rechts abgespannt.

Dieses Jahr habe ich zum Drapieren nicht nur die Insektenschutznetze verwendet, sondern auch noch aus meiner Stoffrestekiste einige Vorhangstoffe mitverwendet. Vom Aufhängen hab ich Euch ein kleines Video gemacht, das findet Ihr auf meinem Instagram und Facebook Profil. Klickt einfach auf´s Bild.

So wie voriges Jahr, war auch heuer wieder ein wenig herumprobieren notwendig, bis alles so hängt das es mir gefällt. Ihr seht im nächsten Bild wie es am ersten Tag aussah. Auf den Bildern weiter unten, erkennt Ihr aber, das ich es nicht lassen konnte und die Tage danach immer noch ein wenig herumgezupft und umgebunden habe. Irgendwann kommt dann immer der Punk, an dem es mir gefällt, so darf es dann bleiben. Bis zum Herbst.

Um jetzt noch ein wenig mehr Strandfeeling auf unser Pooldeck zubekommen habe ich Pflanzgefäße aus alten Blechdosen gebastelt. Ich hatte diese Blechdosen schon viele Jahre im Garten, daher haben sie eine schöne, rostige Patina bekommen. Für mein Strandfeeling gefiel mir das jetzt aber nicht mehr, also habe ich die Dosen mit einem breiten Juteband, wie man es im Gartencenter bekommt, umwickelt und dieses mit einem gleichfärbigen Bindfaden fixiert. Bepflanzt habe ich sie mit niedrigen Fetthennen. Die sind sehr dankbar, kommen im Sommer mit dem wenigen Regen der den Weg in das Gefäß findet aus und können, zumindest in unseren Breiten, auch im Winter einfach so im Garten bleiben.

Wenn Ihr das nachbastelt: In den Boden der Dosen vorher Löcher bohren, sonst würden sie im Herbst ertrinken und im Winter vermutlich erfrieren.

Um die grüne Hecke ein wenig aufzulockern, habe ich kurze Bambusstöcke einfach direkt an der Hecke festgebunden und mit einem Seil verbunden. So entsteht die Illusion einer Railing, die durch die Sanddünen zum Strand führt. Die “Steher” sind abwechselnd mit den Pflanztöpfen und einer Led-Leuchte bestückt.

In die Hecke habe ich (jeweils dort wo sie schon Löcher hat) einen alten Hut, ein paar Sommersprüche auf alten verwitterten Fassdauben und eine Sonne aus Birkenästen gehängt.

Die Trockengraswedel in stilisierte Blattform, habe ich ausnahmsweise nicht selbst gemacht, sondern gekauft. Sie sind zwar vermutlich für den Indoor Bereich, aber eine Saison sollten sie auf jeden Fall auch im Freien aushalten. Und je nach Zustand werde ich sie im nächsten Frühling einfach “restaurieren”. Der Ziergrasschnitt aus dem Garten ist dafür sicher gut geeignet. Jetzt wehen sie bei leichten im Wind mit dem Sichtschutz um die Wette und bekommen in der Abendsonne einen wunderschönen goldenen Glanz.

Als letztes wollte ich noch eine Muschelkette basteln. Ich liebe Jakobsmuscheln! Und zwar beides, die Muschel als Speise und die Schale zur Dekoration. Über die Jahre habe ich schon ein paar verspeisen und die Schalen behalten dürfen. Diese Schalen kamen immer wieder zum Einsatz. Heuer sollten sie Kette bilden. Aber ohne Löcher in die Muscheln zu bohren, denn ich weiß ja noch nicht wozu ich sie noch brauche und ob mich Löcher dann nicht stören 😉

Also habe ich ein wenig probiert und mich schlussendlich für die Variante mit einem Bindfaden (dessen Basis ein Draht ist) entschieden, mit dem ich die Muscheln quasi kreuzförmig verschnürt habe. Falls das wer nach machen will, schaut Euch einfach das kurze Video an:

Die Gartendusche war ebenfalls ein Bestandskauf. Beim Pooldeckbau haben wir sie noch ver- und in ein Bett aus Steinen gesetzt. Damit sie funktioniert, muss man unten den Gartenschlauch anstecken und durch das Aufdrehen des Wasserhahnes bei verschlossenem Duschhahn, würde sich die schwarze Säule mit Wasser füllen, das sich darin dann aufwärmt und man könnte, rein theoretisch, warm duschen. Unsere dürfte allerdings schon älter sein, das Wasser kommt nur mehr unkontrolliert heraus und das mit dem Auffüllen funktioniert auch nicht mehr so ganz, vermutlich hat sie irgendwo ein Leck. Meist verwenden wir daher direkt Wasserschlauch. Damit das Ding jetzt nicht so ohne Funktion herumstehen muss, habe ich mich entschieden, ihr mit der Muschelkette eine tragende Rolle zu geben.

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