Wie kannst Du eine Veränderung im Raum planen? Hier am Beispiel Vorzimmer Makeover

Wie kannst Du eine Veränderung im Raum planen? Hier am Beispiel Vorzimmer Makeover

7. November 2022 homeART 0

Ich habe schon lange nach Bilderleisten für meine Fotowand beim Stiegenaufgang gesucht. Vor kurzem bin ich endlich auf eine Lösung gestoßen. Oder besser gesagt, ist mir eine DIY-Lösung eingefallen. Denn wie so oft, finde ich nicht was ich mir vorstelle, beginne dann irgendwann zu grübeln und schlussendlich ist die zündende Idee da und ich kann los legen mit einem DIY.

Über die tatsächliche Umsetzung der DIY Idee möchte ich Euch aber ein anderes Mal erzähle. Heute geht es um die Auswirkungen einer Idee, Planungshilfen, Entscheidungsgrundlagen und damit die Vorbereitung zur Umsetzung.

Was soll sich ändern?

Wir haben entlang der Stiege vom Eingangsbereich in den ersten Stock eine Fotogalerie und im angrenzenden Flur im ersten Stock eine Pinnwand. Beides ist (noch immer :-)) eine provisorische Lösung und das soll sich jetzt eeeendlich ändern.

1. möchte ich diese beiden Bereich durch ein einheitliches Farbkonzept verbinden.

2. möchte ich ein wenig Ruhe und Struktur in den Raum oder besser auf dessen Wände bringen.

Ich habe mir gedacht, ich nehme Euch mit auf meine Gedankenreise und gebe Euch Einblick wie ich mit Hilfe von Pinterest Pinnwänden, die ich als Moodboards nutze, die Grundlage für eine Entscheidung schaffe.

Fotogalerie – der Auslöser

Als wir den Umbau unseres Hauses geplant haben, veränderten wir auch die Art und den Platz der Stiege vom Erdgeschoß in den ersten Stock. Dadurch ist eine schöne große Wand entlang es jetzt offenen Stiegenhauses entstanden, die man von beiden Etagen gut sieht. Für mich war von Anfang an klar, dass diese Wand der neue Platz für unsere Fotogalerie werden soll. Um flexibel zu sein, wollte ich Bilderleisten an die Wand montieren und die Fotorahmen darauf platzieren.

Während des Umbaus hatte ich dann schon sechs Stück der Mosslande Bilderleiste bei IKEA gekauft.

Als wir sie aber an die Wand hielten, ragte sie uns zu tief in den Raum bzw. in die Stiege und so haben wir sie anderweitig verwendet. Bei drei Kindern, findet sich immer ein Platz dafür 😉

Als ich auch nach einigen Stunden vor dem PC keine Alternative mit einer geringeren Tiefe gefunden habe, hatten wir beschlossen die Bilder einfach direkt mit Nägeln aufzuhängen. Wir waren ja auch mitten im Umbau und da war noch die Küche, die Böden im oberen Stock, das Bad, die Möbel und und und.

Jetzt leben wir schon seit sechs Jahren im neu gestalteten Haus und die Variante störte mich immer mehr. Erstens bin ich so furchtbar unflexibel, wenn ich Fotos tauschen möchte und – was mich fast noch mehr stört – die Rahmen hängen selten alle gerade. Der Ort ist ja stark frequentiert und da kommt es des Öfteren vor, dass mal jemand anstößt. Und beim Staubwischen ist es sowieso eine Katastrophe alle Bilder wieder auszurichten.

Also habe ich gegoogelt oder eigentlich „gepinterestet“, denn meine kreativen Inspirationen finde ich auf Pinterest und Instagram und nur selten auf Google. Und zum Merken habe ich mir ein(ige) Moodboard(s) auf Pinterest gebaut: diverse Pinnwände für meine Themen.

Dieses Mal hatte ich auch genügend Zeit die gefundenen Bilder immer wieder anzusehen und durchzudenken. Inspiriert von Mona Zimmer´s Blogbeitrag auf Ich liebe Deko ist dann die Idee geboren, die Bilderleisten einfach aus zwei Holz-Winkelleisten selbst zu machen. Diese sollen anschließend in einer der ausgesuchten Wandfarben gestrichen werden.

Aktuell haben meine Fotorahmen verschiedene Farben. Alle jetzt farbigen Fotorahmen möchte ich ebenfalls streichen, vermutlich in Schwarz und/oder Weiß. Die aus Holz bleiben wie sie sind.

Foto: Mona Zimmer

Pinnwand – funktional, aber auch nicht super schön

Der zweite Bereich, der noch nicht ganz optimal ist, ist unsere Pinnwand. Im Bild könnt Ihr sie sehen, gleich danach kann man links ins Esszimmer gehen und gerade aus geht´s weiter in die Küche. Die Pinnwand besteht einfach aus ein paar mit Stoffresten überzogene Korkplatten, die ich auf eine bestehende Holzplatte geklebt hatte. Die Holzplatte war schon da. Sie ist mit Scharnieren an die Wand angeschraubt und verschließt eine Wandnische für den Sicherungskasten. Das ist prinzipiell ganz praktisch, aber nicht wirklich ein Highlight, daher dachte ich, die Nutzung als Pinnwand kaschiert die Holzwand.

Ich liebe die Funktion dieser Pinnwand. Und auch der Platz an dem sie ist, Mitten im Zentrum des Wohngeschehens, ist perfekt. Aber sie sieht einfach immer nach Chaos aus. Vermutlich auch deshalb, weil unsere Kinder mittlerweile älter sind und wir immer mehr Termine, Gutscheine und Notizen verwalten. Die Pinnwand ist schlicht zu klein geworden.

Auch hier habe ich mir eine Pinterest Pinnwand angelegt und über längere Zeit unterschiedlichste Lösungen auf mein Moodboard gepinnt. Unter dem Titel Pinnwand (1. Stock) findet Ihr meine gesammelten Ideen.

Für diesen Bereich möchte ich eine Kombination aus Pinnwand, Steckfächern, Klipps und Whiteboard realisieren. Dafür möchte ich den Platz auf der Nischentür, aber auch den Bereich rundherum nutzen.

Welche Farben sind schon da?

Die beiden Bereiche Fotogalerie und Pinnwand möchte ich, wie anfangs erwähnt, optisch mit einer einheitlichen Farbgestaltung zusammen halten. Um eine Entscheidung für eine Farbe treffen zu können, habe ich mir erstmal Gedanken über die Sichtachsen gemacht. Denn aus und in den Bereich der umgestaltet werden soll, gibt es mehrere Sichtachsen.

  • Da sind der Eingangsbereich und
  • unserer privater Garderobenbereich im Erdgeschoß.
  • Und das Esszimmer sowie
  • die Küche im ersten Stock.

Jeder Raum für sich ist stimmig und auch alle zueinander sind farblich harmonisch. Aber was die verbindende Farbe werden soll, konnte ich ad hoc nicht entscheiden.

Als Grundlage für meine Entscheidung habe ich diesmal kein Moodboard sondern einen Plan gemacht. In diesem seht ihr schematisch welche Farben in welchem Bereich vorherrschen.

Oben in der Darstellung (die beiden Räume links [Korkboden] und rechts [Parkettboden]) liegen die beiden Kinderzimmer und links mittig im Bild [grauer Fliesenboden], das Badezimmer.

Diese drei Räume haben Türen, die oft geschlossen sind. Dorthinein entstehen also kaum Sichtachsen, weshalb ich sie bei meiner Entscheidung hinsichtlich der Farben ausschließe.

Die kleine Ausbuchtung links oben, zeigt den Eingangsbereich im Erdgeschoß mit dem Stiegenaufgang. Vom Vorzimmer im ersten Stock kann man dort hinunter schauen.

Das Vorzimmer, die Küche und das Esszimmer im ersten Stock (schwarz eingerahmt) sind durch breite Wanddurchbrüche miteinander verbunden.

Eingangsbereich im Erdgeschoß
Blick in die Küche
Blick aus der Küche
Esszimmer

Generell herrschen in beiden Geschoßen Holz, Beton und dazu kräftige Farben vor. Im Erdgeschoss sind das Gelb, Braun und Rot und im ersten Stock Grün, Gelb und Blau.

Farb-Entscheidung

Ich habe diese Planungshilfe für mich in einem Grafikprogramm gezeichnet. Das ganze kann aber natürlich leicht auf Papier gezeichnet werden oder als Moodboard auf eine Pinnwand gepinnt werden. Der Aufwand, egal ob analog oder digital, lohnt sich auf jeden Fall. Denn wenn man sich hinsetzt und bewusst mit den Farben und Strukturen in seinem Zuhause beschäftig, sind sie viel greifbarer, wenn man dann im Farbenhandel nach den richtigen Farben sucht.

Dasselbe gilt natürlich auch für Möbel oder andere Wohnaccessoires wie Bezugsstoffe, Vorhängen, Teppiche. Auch hier kann eine Planungshilfe die Entscheidung unglaublich erleichtern.

Mit diesen Überlegungen bin ich also in die Farbenabteilung und habe dort die Wände mit den verschiedenen Farbkarten betrachtet.

Relativ schnell hat es mich zu den sanften Beige oder Sand Tönen gezogen. Also habe ich mir von den diversen Herstellern viele Farbkarten eingepackt. Besser eine zu viel als zu wenig.

Zuhause sind einige Farben sofort wieder ausgeschieden. Aber es sind immer noch verschiedene Farbtöne übriggeblieben.

Um die stimmigsten Farben herauszufinden, habe ich die Farbkarten mit Kleberknete an den betroffenen Wänden fixiert und in den Tagen darauf immer wieder genau hingesehen. Zu den unterschiedlichen Tageszeiten und damit auch Lichtverhältnissen. Irgendwann stand meine Entscheidung fest …

Trommelwirbel …

Ich habe mich für zwei ruhige Sandtöne aus der Alpina Kollektion entschieden (A 38.2 und A 38.3). Sie harmonieren sowohl mit den Farben im Erdgeschoß als auch im ersten Stock, bringen nicht noch mehr Farbe in die Räume und wirken damit insgesamt beruhigend.

Erdgeschoß

Erster Stock

Was meint Ihr? Würdet Ihr Euch auch für sanfte Farben entscheiden oder eher die kräftigen weiter verstärken?

Oder würdet Ihr eine komplett andere Farbe wählen. Teilt gerne Eure Ideen. Ich freue mich über jeden Input.

Art des Farbauftrages – Formensprache

Als nächstes habe ich mich daran gemacht zu überlegen, wie ich die Farbe streichen möchte. Den ganzen Raum, Akzentwände oder nur ein Muster? Mit Farben stehen einem so viele Möglichkeiten einen Raum zu gestalten offen.

Der Trend der organischen Formen aus den letzten Monaten gefällt mir zum Beispiel sehr gut. Auf Instagram oder in Magazinen bin ich oft an Bildern hängengeblieben, die Wandgestaltungen mit ineinanderfließenden Bögen zeigten. Also dachte ich, `jetzt wäre der richtige Zeitpunkt so etwas auch bei uns zu versuchen´.

Und, Ihr vermutet es wahrscheinlich schon, als erstes habe ich mal wieder ein Moodboard erstellt: Wandgestaltung (Stiege & 1. Stock) und fleißig gesammelt.

Die Pinterest Pinnwand war dieses Mal ein guter Anfang, aber zu wenig. Zusätzlich habe ich mich wieder in einem Zeichenprogramm ausgetobt. Man kann das ganze natürlich auch analog mit Stift und Papier machen. In diesem Fall bietet der Computer aber den unschlagbaren Vorteil des „zurück“, „kopieren“, „neue Farbe“, „größer“, „kleiner“ etc. … mit einen paar Klicks.

Tja, was soll ich sagen, nachdem ich mit den Bögen ein wenig herumgespielt habe, musste ich leider feststellen, dass sie mir für unsere Wohnsituation hier gar nicht gefallen.

Hier noch mal die beiden Bereich die ich umgestalten möchte:

Und hier die Variante mit organisch geschwungenen Farbflächen die mir noch am besten gefallen hätte:

Nachdem ich mir das im Gesamtkontext gar nicht vorstellen konnte, habe ich eckige Varianten versucht und bin schließlich bei der folgenden gelandet. Wenn mir also nicht jemand von Euch noch eine neue, wahnsinnig tolle Idee liefert, wird es diese Variante:

Das Ergebnis in der Theorie

Ich hab Euch hier auch noch die Bilder aus meinem Moodboard auf die Grafik gelegt, damit man sieht, wie die Wände in meiner Vorstellung jetzt schon mal aussehen:

Die Raute bei der Fotogalerie soll der Neigung der Stiege folgen.

Die Bilderleisten werden in der selben Farbe wie die Raute gestrichen. So verschmilzt die Farbfläche mit den Bilderleisten und hebt die Fotos hervor.

Den Platz um die jetzt schon vorhandene Pinnwand möchte ich mit mittelgroßen Kluppen versehen. Die Kluppen möchte ich mit Buchstaben versehen und so eine Bereich schaffen wo wir Gutscheine oder andere Zettel hängen können. Wenn man dann eine Gutschein von einem bestimmten Geschäft sucht, weiß man unter welchem Buchstaben dieser vermutlich 😉 hängt.

Das ist eine Idee die aktuell noch in meinem Kopf ist und auf die Erprobung wartet. Bei der Umsetzung nehme ich Euch dann auf jeden Fall wieder mit.

Die jetzt schon vorhandene Pinnwand möchte ich vierteln. Zwei Teile bekommen wieder eine Pinnwand.

Dieses Mal möchte ich kleine, mit Filz bezogenen Quadrate machen. Wenn ich ganz viel Glück habe finde ich einen Filz in der Wandfarbe. Alternativ passt auch ein helles Grau.

Dazu werden ich sicher nach schönen Holzpinnnadeln suchen.

Ein weiterer Teil wird ein Whiteboard für schnelle Notizen. Dafür greife ich auf die tolle Idee von Jutta und Maike von Kreativfieber zurück. Sie haben einen Versuch gestartet ein Whiteboard aus einem Bilderrahmen mit Glasscheibe zu gestalten.

Die Umsetzung finde ich wunderschön. Jetzt muss ich nur noch ein schönes passendes Papier oder einen Stoff finden.

Foto: Kreativfieber

Das letzte Viertel soll eine Box oder eine Art Klappe bekommen, ähnlich wie im Bild rechts. Wir haben vor allem zu Schulende und Schulbeginn jede Menge A4-Zettel, die immer wieder zur Hand sein müssen.

Diese sollen in dieser Klappe oder Box Ihren Platz finden und auf die Frontseite kommt dann noch Platz für die jährlichen Stundenpläne und Freizeitregeltermine.

Auch dieser Bereich wird noch spannend in der Umsetzung und verdient sicher einen eigenen Blogpost.

Nun gut, genug geplant! Jetzt kommt das Doing!

Dafür werde ich jetzt einmal das Material einkaufen … huhu … das ist ja jetzt gar kein Problem mehr, denn ich weiß ganz genau was ich will. Ich muss es nur noch finden. Also vor allem den Filz und Papier oder Stoff.

Als erstes werde ich mich aber ohnehin um die Fotogalerie kümmern. Und das heißt gaaanz viele kleine Löcher in der Wand zumachen … ich halte Euch auf dem Laufenden 🙂

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