Miniatur Stall Box

Vor kurzem haben wir mit den Kindern einen Ausflug zu einem Stutenmilchgestüt gemacht. Seit dem spielen unsere drei Mädels drinnen und draußen mit den Schleich-Pferden die Szenen nach. Während eines dieser Rollenspiele hörte ich dann “Mama, wir haben keine Ställe, in denen die Mama mit dem Fohlen Platz hat, hast Du eine Idee?” Natürlich hatte ich eine Idee. Die Mädchen haben jede einen Stall, entweder von Schleich oder von Playmobil. Ungefähr so einen, nur als Doppelstallbox und etwas größer, wollte ich aus Holzresten nachbauen.

Und das ist aus der Idee geworden:

Meine Mädels waren sehr begeistert und als eine Freundin Geburtstag feierte und wir für das Mädchen ein Geschenk besorgten – ein Schleich-Pferd 🙂 – bot ich meiner Tochter an, für Ihre Freundin ebenfalls so ein Box zu bauen. Sie war begeistert von der Idee und hat natürlich kräftig mitgeholfen. Und ich habe die Chance genutzt für Euch die einzelnen Schritte festzuhalten.

Die Box besteht wie gesagt aus Abfallholz. Dementsprechend hatte ich für die zweite Box nicht mehr das selbe Holz. Das ist aber auch nicht so wichtig. Am besten nimmt man sich ohnehin die Tiere und das vorhandenes Holz und stellt es einmal exemplarisch um die Tiere auf. Unsere Boxen haben beide eine Gesamtbreite von 28 cm und eine Tiefe von 16 cm. Man kann sich natürlich auch im Baumarkt ein paar Leisten kaufen und entsprechend zuschneiden.

Man benötigt eine Grundplatte, eine Leiste für die Rückwand (in unserem Fall zwei, weil die Mädchen die Rückwand höher haben wollten), je eine Leiste für die beiden Außenwände und eine für die Trennwand und dann noch zwei kürzere Stücke für die Türen (diese sollten zumindest etwas niedrigere sein, als die Trennwand).

Vielleicht habt Ihr so wie wir, mittlerweile gaaanz viele Innensechskantschlüssel (besser bekannt als Inbusschlüssel) vom Schweden. Wir haben ein Fach unseres Schraubenschränkchens für diese Schlüssel reserviert und werfen sie dort seit Jahren rein. Von Zeit zu Zeit kann ich sie, zweckentfremdet, für meine Basteleien ganz gut brauchen. Hier, bei der Stall Box, dienen sie mir u.a. als Angel für die Stalltüren. Ich habe mir dafür zwei, in der Stärke gleiche, Exemplare heraus gesucht und einen passenden Bohrer gewählt (bei mir ein 3er). In die beiden Leisten für die Außenwände habe ich dann in die jeweils vordere, untere, innenliegende Ecke ein Loch gebohrt und den Inbusschlüssel dort versenkt. Bei der Stall Box für meine Mädels hab ich das Loch etwas zu groß gebohrt, wodurch der Inbusschlüssel dann gewackelt hat, daher hatte ich diesen noch mit Kleber fixiert.

Bei der Leiste für die mittlere Trennwand habe ich zwei U-Hakerl eingeschlagen, übereinander und eher im oberen Bereich. Diese dienen später als Verschlussmöglichkeit. Solltet Ihr U-Hakerl nicht kennen, schaut mal hier. Sie sind im Grunde genommen nichts anderes als ein zum U-Hakerl gebogener Nagel mit zwei Spitzen.

Und dann ging´s auch schon ans Zusammenschrauben. Ich habe ja, um mehr Höhe zu erreichen, an der Rückwand zwei Leisten übereinander. Daher habe ich erst die beiden Außenwände von unten an die Bodenplatte geschraubt und anschließend die untere Rückwandleiste von hinten mit den Außenwänden verschraubt. Bei der mittleren Trennwand musste ich noch etwas tricksen. Zumindest diese Wand, besser auch die beiden Außenwände sollten etwas höher sein, als die späteren Stalltüren. Ihr könnt das bei meinem ersten Stall (im Bild ganz oben) sehen. Da hatte ich entsprechende Holzleisten. Diesmal waren aber alle gleich hoch, weswegen ich bei der mittleren Trennwand zumindest noch den Rest einer Leiste untergelegt habe. Damit die Konstruktion gut hält, habe ich die drei Teile (Bodenplatte, Unterlegleiste und Trennwand) erst verleimt und dann von unten mit einer langen Schraube alles zusammengeschraubt. Zum Schluss habe ich dann noch die obere Rückwandleiste von hinten an die Außenwände und die Trennwand geschraubt und auch die untere noch mit der Trennwand verbunden

Alle Teile in der Übersicht.

Testaufbau – so soll es dann aussehen.

Anschrauben der Außenwände von unten.

Anschrauben der unteren Rückenwand von hinten.

Verleimen und anschrauben der mittleren Trennwand von unten.

Anschrauben der oberen Rückwand von hinten.

Jetzt fehlten nur noch die Stalltüren. Hierfür habe ich die Holzleisten entsprechend kürzer zugeschnitten als die Öffnung vorne ist. In jede Tür wird dann von oben nach unten ein Loch gebohrt. Diesmal mit einem Bohrer der eine Nummer größer ist als der Inbusschlüssel den ich als Türangel verwendet habe (in meinem Fall ein 4er). Und dann kommt eine klein wenig Spielerei. Ich verwende jeweils einen weiteren Inbusschlüssel als Riegel. Dafür hängt man am besten die Türen jeweils ein und hält den Inbusschlüssel vorne Quer an die Tür. Mit der Spitze sollte er genau durch eines der U-Hakerl reichen, aber nicht über die Trennwand hinaus, damit dieser Riegel nicht auch die andere Tür blockiert. Dann markiert man sich an zwei Stellen (*) wo man den Riegel befestigen muss, nimmt die Tür aus der Angel und schlägt an den beiden Stellen wieder U-Hakerl ein.

(*) Eine Stelle muss dabei genau vor der Biegung sein, so kann der Riegel nicht weiter als gewünscht ins “Schloss” geschoben werden.

Meine Tochter hat diesen Stall, dann auch noch gestrichen und wir haben den Riegel, damit er im geöffneten Zustand nicht herausrutschen kann, mit einer Schnur befestigt.

Weil wir ja recht raues Altholz verwendet haben, habe ich vorsichtshalber auf der Unterseite kleine Klebepunkte angebracht. So sind beim Spielen im Wohnraum der Boden oder Möbel vor Kratzern sicher.

Und dann ging´s schon ans Einpacken. Meine Mädels haben die Stall Box aber vorher noch einmal für Euch aufgebaut und in Szene gesetzt.

Bei uns wird sie sowohl drinnen wie draußen verwendet und auch hier macht die Stall Box richtig was her. Sie ist robust und ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Mädels einfach alles was sie mitnehmen wollen rein räumen und so auch die ganzen Kleinteile leicht tragen können.

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